Posts by Hanseat09

    @Krämer: Naja, du erwartest ja auch von deinem Betriebssystem, dass es nicht abstürzt, wenn du deinen Desktop einen neuen (falschen) Hintergrund zuweist. Es ist zwar möglich, durch ini-Dateien dem Spieler die Möglichkeit zu geben zu modden, es ist jedoch nicht die benutzerfreundlichste Variante und entspricht damit nicht der heute üblichen Programmierweise.


    Ob es nun machbar ist (was natürlich schön wäre ;)), wird sich ja zeigen (Add-On?)...

    Ich weiß nicht so recht: Wenn ich jetzt fortlaufend Piraterie betreiben würde, bin ich doch bei der Bevölkerung verschrieen, oder? So, jetzt spende ich mein halbes Vermögen, und schwupps haben sie es vergessen und ich bin wieder Gut-Freund?? Eine einmal als böse dargestellte Person wird nicht so leicht vergessen. Immerhin wird der ein oder andere nach wie vor Rache schwören und sich dementsprechend unfreundlich zeigen... Oder wer würde schon ein Händler wählen, der zwar hundert GS gespendet, dafür kurz davor die gesamte Stadtkasse geleert hat?
    Die Versöhnungssumme muss dann schon mindestens so hoch sein, dass es den Spieler wirklich schmerzt. Viel eher kann man es aber durch gute Taten (Reue) ausmerzen, was allerdings trotzdem Monate dauert, bis der vorherige Ansehensstand erreicht ist.


    Ich würde nach wie vor ein Anklage- / Verurteilungsschema bevorzugen. Man bekommt als erstes eine Anklage. Ab diesem Zeitpunkt ist mein Vergehen im Rathaus sichtbar, was u.a. zum Ansehensverlust führt. Erst einen Monat später werde ich verklagt. Somit hat der Spieler genug Zeit und Gelegenheit, seiner Strafe durch Reue zu entgehen (Wer glaubt denn schon, dass unser lieber Händler, der uns Getreide fast schenkt, Pirat ist? Woher er wohl das Getreide hat :giggle: )


    Soweit ich weiß, wurde von den Foristen hier kaum der Schmuggler und Flüchtling angenommen, da die Anklagewahrscheinlichkeit einfach zu hoch war. Ich denke, dass bei festem Strafmaß die dunklen Features auch kaum genutzt werden.

    @Krämer: Grundsätzlich hast du recht. Doch meinst du wirklich, dass es für den Programmierer weniger Aufwand bedeutet, wenn alles frei einstellbar ist? Z.B. Grafiken: Sind sie im vorhinein festgelegt, kann man das Spiel darauf auslegen. Zum Beispiel muss ja kontrolliert werden, wann man auf das jeweilige Objekt geklickt hat. Ist das Objekt vorher bekannt, wird nur eine Prozedur benötigt. Bei unbekannten Objektformen jedoch mehrere: Wenn du ein einfaches Dreieck als Form hast, kannst du relativ leicht überprüfen, ob das Dreieck angeklickt wurde. Bei flexiblen Objekten musst allerdings erst die Ausmaße des Objektes überprüfen. Und diese Ausmaße zu berechnen verlangt schlichtweg mehr Programmierarbeit...


    Die von dir genannte geschickte Überprüfung der Dateien ist etwas, was ebenfalls den Programmierer aufhalten wird. Die Eingabe muss validiert werden und wenn es zum Fehler gekommen ist - was dann? Wird der Standardwert genommen (beim Dateisystem normalerweise nicht möglich), Anweisung übersprungen (hässliche weiße Flecken auf dem Bildschirm ;)) oder direkt das ganze Programm beendet? Je geschickter es gemacht wird, desto mehr Zeit beansprucht es...

    Ich glaube, dass das Geld-Los-Werde-Feature gar nicht notwendig ist, wenn dass Balancing ausreichend ist. Mir kam die Expedition immer als großer Goldesel vor, der am Mittelmeer eigens für mich gezüchtet worden ist. Es ist zwar schön, wenn ich hunderte Felle los werden kann, aber wo bekommen die das Geld her?? Wenn der Geldkreislauf in sich geschlossen ist, wird es auch keine Milliardenanhäufung von Goldtalern geben.
    Das Feature hat nämlich noch andere Nachteile: Roland wird vielleicht 1 Mrd. GS als wenig empfinden, für andere ist 1 Mio. GS schon viel. Wie soll man also einen gescheiten Preis festlegen? Das abhängig vom UW zu machen, ist irgendwie unsinnig ("Na, wie reich sind sie denn? Pro GS schlage ich 1% Reichensteuer auf die Ware drauf..." :crazy: ).


    Fortlaufende Groschengräber finde ich dagegen gar nicht schlecht. Nur diese gab es schon größenteils bei P2: Spende und Ausbau der Kirche. Dazu kommt dann noch Hafenausbau, Verschönerungen des Rathauses etc. (mäßige Preise).


    Zum Thema Großereignisse: Ich finde schon, dass sie motivierend sind. Das Problem bei P2 ist ja, dass nach der EM-Wahl nichts mehr kommt. Deshalb hören viele auf und starten neu. Wenn sie nun wissen, dass ich das Unternehmen auch pflegen muss, eröffnet das neue Sichtweisen. Dabei sollten diese fortlaufenden Ereignisse nicht immer nur zerstörerisch sein. Vielmehr logistisch herausfordernde Ereignisse sorgen u.a. für neuen Spielspaß.
    Beispiele für Großereignisse wären:
    - Flutkatastrophe / Pest / Feuer (Zerstörung Großteile der Stadt [+ anliegende Städte bei schwierigem Schwierigkeitsgrad])
    - anhaltene Kriege (Belagerung mehrerer Städe [hoher Schwierigkeitsgrad: noch mehr Städte...])
    - Piraterie (vermehrtes Piratenaufkommen; kein Handel mehr möglich)
    - Hungersnöte (Versorgung der Stadt / Städte)
    - Persönliche Anfragen (richtig große Feste -> dementsprechende Mengen Waren)
    - schwere Unwetter / Vereisung der Häfen


    Es wird ja niemals die komplette Zerstörung erfolgen. Im Gegensatz zum Start hat man ja weiterhin dass Vermögen (lediglich Gebäude fallen ggf. weg). Somit entsteht ein gewaltiges Potenzial, durch Wiederaufbau der Stadt sein gesamtes Vermögen zu verschleudern. Und da wären wir ja fast wieder bei Punkt 3...

    Könnte man die KI nicht auch dadurch mehr KI (intelligenter) machen, indem sie vollen Zugriff auf die Statistiken hat? Wenn sie einen Trend des Nachfragezuwachses von Bier feststellt, kann sie schon im voraus Brauereien bauen, um der Nachfrage gerecht zu werden. Der Anfänger wird damit noch zu überfordert sein (Erschwerung der Monopolstellung), deswegen wäre das was für die höheren Schwierigkeitsstufen. Wenn die KI dann ihre Produktionen noch regelmäßig mit Rohstoffe versorgt (vielleicht auch Produktionsketten bildet?), kann die KI schon direkt viel effizienter handeln.


    Ein weiterer Punkt ist die Expansion der KI. Laut Statistik sind bei P2 die besten Konkurrenten kaum über 3 Schiffe hinaus gekommen. Zwar erleichterte das die von einigen Foristen hier favorisierte Alleinversorgung der Hanse, doch wurde die KI damit zu einem nicht ernstzunehmenden Anhängsel. Würde die KI auch Schiffe bauen (Werften blockieren!!), entsteht ein viel größerer Wettkampf um die besten Preise, da auch die KI breiter aufgestellt ist.


    IIHectorII : Die "Teilnahme" der KI bei Expeditionen finde ich im Gegenteil sogar sehr gut. Könnte man sich auch dort als Alleinunterhalter Zeit lassen, würde der atmosphärische Aspekt der Expedition komplett unter den Tisch fallen. Was war es doch für ein Wettstreit beim ersten Menschen auf dem Mond! Da war ja Amerika auch schneller als Russland... Wie hätte es ausgesehen, wenn Russland bei diesem Wettlauf gar nicht beteiligt gewesen wäre? Ohne Frage wäre es nach wie vor ein Großereignis gewesen, doch der Geschichtsunterricht würde doch um einiges langweiliger sein :D. Ist der Weg erstmal bekannt, wird es nicht nur einen geben, der diesen Weg gehen will.

    Ganz einfach: Erstens wird durch ein sinkendes Schiff ein so großer Sog nach unten erzeugt, dass man nicht schwimmen kann (es sei denn man springt schon vorher ab) und zweitens verfügten die Schiffe damals über keine Sicherheitseinrichtungen (z.B. Rettungsboote). Wer wird als "Laie" schon vorab ins kalte Wasser springen, um ggf. gerettet zu werden (eine diesbezügliche Ausbildung gab es auch noch nicht)? Man wird doch eher versuchen, sich an einer Holzplanke festzuklammern. Und genau das ist der Fehler...
    Da man damals Schiffsbrüchige nur mit einem Seil (o.ä.) bergen konnte, wären die Piraten schon mehr als dumm gewesen, einen Feind zu retten um im Anschluss noch geentert zu werden...

    EM-Missionen
    was?
    1) Piratenjagd
    - Konvoi zusammenstellen (mit femden Schiffen) und in der Seeschlacht führen
    - öffentliche Konvois organisieren


    2) Sanktionen gegen Städte
    - Boykott gegen Stadt organisieren
    - Blockade-Konvoi zusammenstellen und führen
    - Bußgelder verhängen


    wann?
    - wenn der Spieler EM ist ;)
    - nach entsprechenden Ereignissen (Strafttat seitens Stadt, Piratenaufkommen etc.)


    Belohnung
    - Ansehen
    - Anteil an Beute (nach Seeschlacht)
    - Heimatstadt bekommt entsprechenden Anteil an Bußgeldern

    Großereignisse würde ich befürworten. Diese können wirklich viel Geld kosten und das Hansewachstum gravierend beeinflussen. Da hat der Spieler genügend Gelegenheiten, sein Geld sinnvoll auszugeben. Damit der friedliche Spieler nicht zu sehr gefrustet wird, sollte man es beim Schwierigkeitsgrad einstellen können (z.B. unter Hansestabilität).


    Teure Luxusgegenstände zum Loswerden des Geldes finde ich dagegen nicht so toll. Was passiert nachdem sich der Spieler seine Milliarden-Luxusjagd gebaut hat? Irgendwann wird er wieder ans Geld kommen... Und mit wachsendem Unternehmen wird diese Spanne immer kürzer werden. Heißt: Solche Features zögern das Im-Geld-Schwimmen nur für sehr kurze Zeit heraus. Viel mehr bringt da eine Katastrophe, bei der der Spieler fast komplett neu anfangen muss. Hier wird auch sein Unternehmen soweit dezimiert, dass die Verdopplungsrate des UW weitaus geringer wird. Natürlich hilft das auch nicht ewig, doch macht das m.M.n. mehr Sinn...
    Evt. kann man das Geld-aus-dem-Fenster-Rausschmeiß-Feature im Rahmen der NL einbringen. Hier müssen ja viele Rechte vom LF erworben werden, die auch was kosten. Erst beim Kauf des Marktrechtes kann man dann auch günstig Waren umschlagen. Das wären dann noch sinnvolle Investitionen, die dazu noch was zum Spielspaß beitragen (im Gegensatz zum Mausoleum ;))


    Die Wiederspielbarkeit kann durch folgende Faktoren bestimmt werden:
    - Startkapital (samt Schiffe etc.)
    - Heimatstadt
    - Städteanzahl / Größe
    - Anzahl / Stärke der KI
    - Produktionen
    - Einstellung der LF (aggressiv etc.)

    Vielleicht könnte man der KI jeweils zwei Werte zuweisen:
    1. Aggressivität und
    2. Erfahrung


    zu 1) Die Aggressivität bestimmt die dunklen Handlungen der KI. Diese wird durch verschiedene Faktoren bestimmt:
    - "Ärgern" der KI (z.B. Sabotage) -> Aggr. steigt
    - Erfolge / Misserfolge der KI und des Spielers
    - UW der KI
    - Ansehen der KI
    - Zufall (geringer Einfluss)
    Somit kann die Stimmung der KI plötzlich und unvermittelt umschlagen. Gleichzeitig ist aber eine hoch angesehene KI weniger aggressiv als eine Krämer-KI. Je höher der Aggressivitäts-Wert ist, desto eher führt sie Sabotage etc. durch. Andersrum sollte man die KI auch so gnädig stimmen können, dass sie dem Spieler auch mal was zu Gute kommen lässt. Logischerweise sollte dieser Status wesentlich komplizierter zu erreichen sein als der aggressive Status.


    zu 2) Mit wachsender Erfahrung der KI nimmt der Aktionsradius der KI zu. Sie soll am Anfang nur in der Lage sein, zu handeln. Erst im Laufe des Spiels wird sie damit anfangen, Aufträge wegzuschnappen und Expeditionen durchzuführen. Dadurch wird der Spieler am Anfang nicht direkt bevormundet, da alle Handelsplätze schon gefunden sind, wenn er die erste Expedition starten kann, andersrum wird die KI am Ende nicht zu stupide. Das heißt aber auch dass die KI später alles machen kann. Was in P2 etwas gefehlt hat, ist, dass die KI selbst was gegen Piraten tut. Meist wurde sie nur geplündert, selten (oder gar nicht?) ging sie auch mal gegen Piraten vor. Zumindest als EM sollte man eine solche Kapazität erwarten können. Andersrum sollte die Piratenjagd auch nicht zur Ausrottung des Piratenclans führen...


    Die Erfahrung wird beeinflusst durch:
    - UW der KI
    - erfolgreiche Missionen (erst nur Handel-Missionen, später auch Patroullie)
    - Erfahrung des Spielers
    - polit. Status


    Teilweise dienen die Faktoren nur dem Balancing (z.B. Verknüpfung mit Werten des Spielers).


    Evt. kann man ja noch KI-Missionen durchführen. Neben direkten Handel (insb. im Single-Modus fehlte es bei P2!) mit der KI könnten versch. Kneipenaufträge mit der KI personifiziert werden. Heißt: Nicht irgendein Kennst-de-Nicht schreibt Missionen aus, sondern dort sitzt der liebe werte Konkurrent Hans im Glück und will einem bestimmten Konkurrenten was auswischen. Wer das wohl sein könnte... Naja, die bereits besprochenen üblichen Kneipenaufträge kommen da wohl eher in Frage (Schiffbau, Karte etc.) ;)

    Quote

    Ich will eigene Schiffe erstellen, grafiken bearbeiten / austauschen, möglicherweise die Warenproduktion ändern, eigene Waren hinzufügen, eigene Missionen erstellen - vieleicht sogar eigene Storys und Szenarien erstellen, von dem Städte Editor ganz zu schweigen...


    ...und ich will am besten P4 selbst programmieren! So 'ne Zeitmaschine wäre nicht schlecht, dann kann man wenigstens Waren binnen weniger Stunden von Nowgorod nach London transferieren (per Flugzeug ja kein Problem) und es würde sowieso den Spielspaß erhöhen, wenn sich jeder Spieler sein eigenes P4 zusammenstellen könnte :crazy:


    Sorry, Crid, aber irgendwie kann ich dich nicht so ganz verstehen...
    Um das Spiel ans laufen zu kriegen, musst du ja irgendwo Begrenzungen haben. Denn sonst wäre es eine Endloskette: Du willst neue Schiffe, ich will neue Schiffstypen, XY will neue Transportmittel, AB will generell neue Handelstechniken...
    Wie soll ein ressourcenarmes Programm deine neuen Bilderchen verarbeiten können? Das alles zu berechnen würde den Spielfluss ziemlich stören (ruckeln...). Solltest du vielleicht meinen, dass du mit einem superaufgemotzen Superspielerechner keine Probleme damit haben solltest, denke bitte daran, dass es auch nicht so dolle Rechner gibt ;). Je Ressourcenärmer das Spiel ist, desto mehr Spielspaß hat man, auch wenn es nicht 100% ansprechend ist (99% tun's ja auch :D). Denn was nützt dir ein Spiel, was auf der Hälfte der PC's nicht funktioniert und beim Rest nach zwei Stunden abstürzt? Microsoft demonstriert das ja in regelmäßigen Abständen...


    Jedes weitere Feature bringt eine Verzögerung mit sich. Gut, die Kunden können warten - meinetwegen kann ich auch noch mit 90 Jahren anfangen P4 zu spielen. Aber meinst du nicht auch, dass die Programmierer auch irgendwie leben dürfen? Und das heißt auch, dass sie irgendwann mal Geld sehen wollen...


    P.S:
    Ich hoffe, dass ich dir jetzt nicht allzu sehr vorm Kopf gestoßen habe. Natürlich heiße ich dich hier im Forum herzlich willkommen und hoffe, dass du mit vielen sinnvollen Ideen die Diskussionen hier bereicherst... ;)

    Zugegeben, Daniel könnte sich hier häufiger blicken lassen, aber ich denke schon, dass sich unsere Arbeit bezahlt gemacht hat. Immerhin schaut er noch regelmäßig hier vorbei (auch wenn das Intervall halt etwas größer ist ;)). Wir haben ja auch schon sehr viele Ideen hier gesammelt, wovon er auch ein paar übernehmen wollte. Wie viele es letzlich sind, wird sich nach dem Release zeigen ;).


    @Online-Überprüfung: Ich denke nicht, dass sich dieses System durchsetzen wird. Es wäre zwar schön für die Produzenten, doch wird es datenschutztechnisch auf Kritik stoßen und auch spieltechnisch nicht umsetzbar sein. Wie sieht es mit "Kunden" ohne Internetanschluss oder ohne Flatrate aus? Sie werden das Spiel doch wohl kaum kaufen. Ruckelt das Spiel bei langsamer Internet-Verbindung? Wird man bei kurzem W-Lan-Verbindungsabbruch rausgeschmissen? Letzlich haben wir nur eine wirkliche Konkurrenz zu Google im Punkt Datenkrake. Immerhin etwas...
    P4 wird m.E.n. nicht mit diesem System ausgestattet werden. Immerhin soll ein Aldi-Rechner das schaffen und zwar ohne ausdrücklich genannte Internet Verbindung. Außerdem wäre es wegen den Seeschlachten nicht umsetzbar. Sollte während der Seeschlacht die Verbindung abbrechen, kann sie ja nicht weiter gesteuert werden. Wieviele würden sich davon abschrecken lassen... Das soll keineswegs eine Drohung sein, die wir ja schon zugenüge hatten; nur vom Handling, welches ja vereinfacht werden sollte, wäre es nicht umsetzbar.
    Meine Meinung...

    @Vielfalt von P4: Grundsätzlich sollte es nur einen Hauptstrang geben, der auch Handel genannt wird ;). Alles andere ist nur nebensächlich. Heißt: Alle Arten von Piratenkämpfen sollen möglich sein, werden aber nicht direkt vom Programm unterstützt. Wenn man sie durchführt ist es schön und gut, aber halt nicht Voraussetzung für irgendwas (damit fällt leider auch die Verbrecherkarriere und alle weiteren Auszeichnungen für die dunkle Seite raus). Das hat den Vorteil, dass das Hauptaugenmerk weiterhin beim Handel bleibt, weitere Features aber optional möglich sind. Der Spieler muss dann seinen alternativen "Aufstieg" selbst aus verschiedenen Missionen zusammenbasteln.


    @Piraterie: Angenommen, Unwetter werden globaler, sodass man ihnen nicht ohne weiteres ausweichen kann, wird sich automatisch ein höherer Schiffsverlust einstellen. Bei längeren Fahrten muss ein Schiff nur in einen schweren Sturm kommen und ist damit nicht mehr lenkfähig.
    Aber es wäre schon lustig, wenn ein Pirat im Verfolgungsrennen plötzlich den Geist aufgeben würde (mir kommt so unweigerlich Asterix und Obelix in den Sinn :D)


    @Pranger/Schuldenturm: Grundsätzlich ist es eine feine Sache. Wie sieht es aber mit Verzögerungen aus? Damit hätte man ja auch die Möglichkeit, einfach mal nicht zu erscheinen. Wird man dann Zwangseingebuchtet? Höhere Geldstrafen? Boykott? Weitere Frist? Irgendwie kann ich mit keiner der Sanktionen so anfreunden...
    Wenn man direkt nach Fällen des Urteils die Strafe antreten muss, würde es um einiges einfacher werden. Der Handel kommt direkt für ein paar Tage zum erliegen, Ereignisse (Wahlen etc.!) können nicht wahrgenommen werden. Desweiteren wird wahrscheinlich auch ein freundlicher Hinweis kommen, dass man doch bitte die örtliche Gilde zu verlassen hat... Kann man alles vorher sorgfältig durchplanen, ist der Sinn dieser Strafe nicht mehr vorhanden (Handel wird durch KV weitergeführt, Strafvollzug wird dem Zeitpunkt der Wahl / Versteigerung angepasst etc.)

    Baggy : Irgendwie reden wir aneinander vorbei: Ronaldinio Ales (auf deinen Post habe ich mich also gar nicht bezogen ;)) hat geschrieben, dass Piraten auch versorgt werden wollen. Das heißt, dass Piraten Waren verbrauchen, obwohl sie nichts produzieren (Produktionen soll es in PN's ja nicht geben). Nach dem Ansatz von Daniel, dass jeder Hanseat, der Waren verbraucht, auch Waren herstellen soll, gerät damit das Balancing durcheinander. Ein Grenzfall ist da deine Version, bei der Waren nur verkauft werden können. Was passiert mit den Waren? Werden sie dem Wirtschaftssystem wieder zugeführt (kein Problem) oder "verschwinden" sie dadurch (->Balancing, s.o.)?


    citta : Deinen Post konnte man so verstehen, dass du damit drohst, P4 nicht zu kaufen, wenn die Ressourcen zugunsten der dunklen Seite vom Wirtschaftssystem abgezogen werden. Da du im Grunde ein freier Mann bist, brauchst du nicht zu drohen, da der Kauf/Nichtkauf ganz in deiner Hand liegt ;) Pieter's Reaktion wird sich wohl auf die MP-Diskussion bezogen haben, bei der zahlreiche Foristen gequengelt haben, sie würden das Spiel nur kaufen, wenn ein MP-Modus vorhanden sei... Diese Art von Argumentation bringt aber rein gar nichts, weil man immer nur vom Einzelfall ausgehen kann (auch wenn ein ganzes Dutzend anfängt zu quengeln). Stichhaltige Argumente, warum es gerade keinen Sinn macht, das jeweilige Feature weiter zu diskutieren, führen viel schneller zu einem sinnvollen Ergebnis. (Sorry Pieter, dass ich für dich geantwortet habe...)

    Ronaldinio Ales : Im Grunde hast du schon den entscheidenen Punkt angesprochen: Bei der dunklen Seite fällt jegliche Kontrolle (Bestrafung) weg. Zwar könnte man mit Boykotts seitens der Piraten ankommen, doch ist das bei weitem nicht so effektiv wie die hanseatischen Strafmaßnahmen...


    Piraten als Handelspartner sehe ich zwiespältig an. Größtenteils waren sie wohl Selbstversorger (Bier etc. können sie ja von Schiffen auf der See "ernten"). Wieweit da also ein Verbrauch, der zu befriedigen gilt, vorhanden ist, stelle ich mal in Frage. Auch ist jeder Händler (insbesondere die BM / EM!) eine Gefahr für die Piraten, da sie ohne weiteres das Nest etc. verraten könnten.
    Somit gerät das Balancing auseinander (Piraten verbrauchen, produzieren aber keine Waren) und der Erklärungsbedarf steigt auch irgendwie...


    Wie sieht es aber mit Erpressungen aus? Der Pirat verkehrt nur durch Briefwechsel mit dem Händler. Bei ausbleibender Warenlieferung / "Geldüberweisung" werden die Schiffe des Spielers angegriffen.
    Das kann sowohl der Pirat mit dem Spieler als auch der Spieler mit der KI machen. Im Badhaus kann man die Händler dann nicht nur bestechen, sondern auch erpressen. Die Wahrscheinlichkeit der Anklage ist in der Heimatstadt hoch, ansonsten gemäßigt (Ansehensabhängig). Der größte Anteil zur Anklagewahrscheinlichkeit trägt die Durchsetzung der Erpressung (Auftreten als Pirat etc.) bei.
    Je mehr man relativ zum UW des Erpressten verlangt, desto größer ist die Anklagewahrscheinlichkeit (anders ausgedrückt: Je mehr Existensbedrohend die Geldsumme / Warenmenge ist, desto schneller geht er zur Stadtwache).


    Wenn man selbst erpresst wird, kann man den betreffenden Händler bei der Stadtwache (eigenes Gebäude / Rathaus) anzeigen. Der Händler wird dich nun mehr schikanieren, aber irgendwann am Pranger hängen (Wahrscheinlichkeit ~60%). Folglich wirkt sich das Anzeigen bis zum Fassen des Erpressers negativ auf das Ansehen aus (Erpresser streut Gerüchte), es steigt aber erheblich nach der Anklage.

    Ich würde jetzt beides nicht knallhart verwerfen wollen. Klar, P4 soll eine HaSi (Betonung: Handel) werden, doch wie weit die "Dunkle Seite" später im Spiel umsetzbar ist, ist jetzt noch nicht klar. So weit steht fest: Eine eingebaute Karriere für Piraten macht bei einer Handelssimulation irgendwie wenig Sinn. Was spricht aber dagegen, als brutaler Pirat durch die Nordsee zu ziehen, solange man dafür nicht existensvernichtend büßen muss? Es wird also immer eine Gradwanderung sein zwischen leichten Delikten, wo für man bestraft wird, und schwere Verbrechen, die vielleicht unentdeckt bleiben.


    Aber wie gesagt, dass sollte dem Spieler überlassen sein. Deswegen Pirates mit einzubauen halte ich weder für sinnvoll noch für angemessen.


    MrKrabs : Bei der Stadtmauer sieht es wieder anders aus: Die Belagerung ist ein einschneidenes Ereignis in die Wirtschaft der Stadt und gehört deswegen (sofern sinnvoll umgesetzt) in eine WiSim.
    Nur um Pirat zu sein eine Piratenkarriere anzustreben passt da irgendwie nicht so dahin. Denn: Welcher Spieler wird sich als Pirat darüber freuen, wie er gravierend ins Wirtschaftssystem eingreift? Diejenigen, die andere Schiffe zur eigenen Umsatzsteigerung plündern, streben ja keine reine Piratenkarriere an...

    Auch hier kann man beides miteinander verbinden: "Leichte Strafen" sind Bußgelder, die sich am UW und an der Stadtkasse ausrichten, "Harte Strafen" sind Pranger, Schuldenturm etc.


    Dem Zufall würde ich es nicht überlassen, welche Art von Strafe ich bekomme. Ich wäre vielmehr dafür, das auch wieder an der Beweislage zu koppeln: Je mehr Indizien (Nähe der Beobachter etc.) gegen einen vorliegen, desto höher ist die Strafe. Wobei klar sein sollte, dass es bei Piraterie nur Freispruch (keine Beweisgrundlage) oder harte Strafen geben sollte.


    Apropos Piraterie: Sollte man nicht als Piratenjäger die erbeuteten Waren als "Beweisstück" abliefern können / müssen? Nach einer Seeschlacht muss man die erbeuteten Waren (samt Schiff) erst Mal beim zuständigen Gericht begutachten lassen. Den Großteil bekommt man wieder zurück, es kann aber auch sein, dass die Stadt eine "Bearbeitungsgebühr" (Anteil an Waren / Gebühr pro Ware) behält. Lässt man die Waren nicht begutachten, kann man gegebenenfalls selbst wegen Piraterie / Diebstahl / Schmuggel angeklagt werden. So kann auch die Piratenjagd zum illegalen Geschäft werden...
    Die Fristen sind dabei großzügig gesetzt (~1 Monat). Dadurch würden Piraten nicht zu puren Schiffslieferanten und die Stadt hat auch einen Vorteil, wenn sie Piratenjäger stellt.

    Diese Art von Mission kann nur in einem Fall auftreten: Der EM versäumt, die Pflichten seines Amtes auszuführen. Bislang hatte man immer die Option, als EM Missionen zu vergeben und sich auf den Vorteilen des EM-Daseins auszuruhen. Eine Pflicht bestand allerdings nicht. Mit einer solchen Mission würde der Zwang auf den EM erhöht werden: Die Folgen ziehen weitgehende Ansehensverluste mit sich, was ggf. eine Wiederwahl unmöglich macht. Es sei denn, man beweist wirkliches Krisenmanagement.
    Da dieser Fall selten ist, kann die Mission schon heftig werden...


    Um die Mission realistischer zu gestalten, könnte man die Mission etwas eingrenzen: Einige HS werden massiv durch Piraten abgeschnitten. Heißt: Es tummeln sich z.B. zwei bis drei Piraten vor Lübeck und Rostock (ggf. Stettin). Der Handel mit den jeweiligen Städten wird dadurch unmöglich gemacht. Gleichzeitig strahlt diese Piratenaktivität auf die umliegenden Gewässer aus: Kampfschniggen etc. machen dort nur die Gewässer unsicher.


    Auf Dauer ist das (stupide) Piratenversenken zu einfach. Wenn solche Katastrophen aufgrund eigenes Versagens umsetzbar wären, kann man doch erst recht sein Händler-Ego raushängen lassen: Wie versorge ich Lübeck, wenn ich derzeit keine Ressourcen zu Verfügung habe, um das akute Problem zu beseitigen? Was mache ich jetzt mit den Waren, die für die jeweiligen Städte bestimmt waren? Wo kriege ich jetzt die Waren her?
    Außerdem wäre das eine schöne Mission, um mal effektiv mit der KI zusammenarbeiten zu können. Gerade wenn der MP-Modus wegfällt, kann das eine Art "Gemeinschaftsgefühl" wecken (und wenn es nur nach dem Schema läuft "Heute helfen wird uns und morgen vernichte ich dich" :D). Dadurch könnte die KI auch für den Spieler attrakiver und damit stärker werden...

    Ronaldinio Ales : Tja ich bin zwiegespalten...
    Also erstmal finde ich deine Idee eine schöne Mission. Hier ist der EM mal wirklich gefordert und sein Nichtstun wird auch "bestraft". Ohne den EM geht es dann wirklich nicht (war ja in P2 nicht der Fall).


    Am Ende hast du dann doch zu stark rumgesponnen... Stell dir deinen "Ideal-Pirat" doch mal in Realität vor: Ein Pirat hat einen Fuhrpark, der rund 500.000 GS wert ist + Materialkosten + Aufrüstungsgebühren + Mannschaft + Waffen etc. Und dann noch mehrere solcher Biester?! War die Hanse ein Piratenschlaraffenland??? Neben dem Anspekt, dass die Piraten einfach zu stark wären, könnte sich ein LF auch nicht so viele Piraten leisten. Selbst alle 4 bis 5 LF hätten da ihre Probleme...


    Es reicht schon, wenn eine gute Mischung aus Waffenbolzen und "Kampfschniggen" die Gewässer unsicher macht. Wenn spontan zehn bis zwanzig solcher Konvois auftauchen, dürfte der EM vorerst machtlos sein. Das dürfte dann reichen, um die Seefahrt zumindest für einen Monat still zu legen. Als Piraten kämen da aber nur Schniggen, Kraier (unbewaffnet für normale Handelsschiffe) und ausgebaute Kraier, Koggen, Holks (für Piratenjäger und Handelsschiffe) in Frage. Eine Mischung aus den beiden Kategorien ist unwahrscheinlich. Auch eine gehäufte Schiffszahl innerhalb des Konvois sollte es nicht geben. Standard sollte da wieder drei Schiffe pro P.-Konvoi sein.


    Folgen:
    - Keine Matrosen, da alle ihre Mannschaften verstärken.
    - Versorgungsengpässe
    - teilweise Ausbuchung der Werften
    => eigene Piratenjäger können nicht richtig aufgerüstet werden.


    Spätfolgen:
    - Handel bricht zusammen / starke Verschuldung des Spielers
    => ggf. Ende der Hanse?
    - Neuwahl des EM bei Versagen


    Maßnahme:
    Der EM ist nun gefragt. Er muss:
    - Handel koordinieren (öffentliche Konvois etc.)
    - Piratenjäger zusammenrufen und diesen Konvoi anführen
    - Pirat für Pirat "vernichten" und ggf. Hintermänner später verklagen


    Je früher der EM reagiert, desto geringer sind die Schäden. Daraus folgt, dass sich so ein Ereignis mehr oder weniger gut anzeigen lassen muss.
    Vorzeichen:
    - erhöhte Piratenaktivität
    - schlecht gestimmte LF
    - ?ggf. kurzes Ausbleiben der Pirate zum Sammeln kurz vor dem Ausschwärmen?

    Mit dem stehenlassen der alten Mauer entstehen zwei Probleme: Sie muss a) weiterhin gepflegt werden (höhere Ausgaben für die Stadt oder Mauer ist nicht funktionsfähig im Verteidigungsfall) und zweitens verbraucht die Mauer weiterhin Platz. Von daher wäre ich dafür, dass die Stadttore (zumindest das Haupttor) als "Sehenswürdigkeit" stehen bleibt, alle anderen Bestandteile durch Vandalismus / Erosion / gezielter Abbau nach und nach abgetragen werden. Die Steine können wieder in die Markthalle zurückfließen, alles andere ist dann nicht mehr recyclebar.

    Wie viel Piraten willst du denn haben?? Pro Stadt ein PN machen ja bis zu 40 Piraten! Die müssten sich gegenseitig ausräubern um noch wirtschaftlich zu sein... Wenn es max. fünf PN gibt, reicht es eigentlich schon vollkommen aus. Diese können dann evt. wandern, sodass die PN's nicht alle schon nach einem Spieljahr "entdeckt" sind. Besiegt man zehn Mal in Folge den Heino Benecke, so ist er erst Mal bankrott und folglich wird auch sein PN nicht mehr betrieben. Erst später kann er evt. wieder ins Geschäft einsteigen. Somit hat man eine Abwechslung von bis zu 10 verschiedenen PN-Orte. Das sollte auch erst mal reichen...